Schwimmen: Masters-EM in Jalta – Chemnitzer erkämpfen zwei Medaillen

Auffällig viele gut trainierte Schwimmer der gesetzteren Altersgruppe ab 25 Jahren reisten in der Woche vom 5. bis 10. September nach Jalta auf die ukrainische Halbinsel Krim. Gut 2000 Sportler aus ganz Europa waren an die Schwarzmeerküste gekommen, um sich im Schwimmen, Synchronschwimmen und Freiwasserschwimmen zu messen. Unter ihnen die deutsche Delegation  mit fünf Schwimmern vom Schwimmclub 1892 und Dirk Brade von TSV Einheit Süd. Gut trainiert und mit hoch gesteckten Zielen waren wir angereist und wollten nun auch die Früchte der langen Vorbereitungsphase ernten. Schon der Blick in die Meldelisten für die einzelnen Wettkämpfe war aufregend. Zwar hatten sich für die 13. Europameisterschaften nicht so viele Sportler wie gewohnt eingetragen, doch war das Starterfeld dafür umso erlesener.  Dort fanden sich Namen von ehemaligen Ausnahmeathleten und Olympia-, Welt- und Europameisterschaftssiegern wie Oleg Lisogor, Dennis Silantijew, Sergej Breus, Razvan Florea und Anatoly Poliakow. Auch bei den Damen gab es ein hochkarätiges Starterfeld. So war es auch nicht verwunderlich, dass bei diesem Wettkampf die Altersklassenrekorde nur so purzelten.


Eine Woche lang galt es nun auf die gute Form, die das Training der letzten Wochen und Monate erbracht hatte, auch punktgenau abzuliefern. Nicht ganz einfach an einem Urlaubsort mit Palmen, glasklarem Meer und vielen verführerischen kulinarischen Angeboten. Uns gelang dieser Spagat sehr gut. Schon im Schwimmbecken gelang es den Schwimmern, sich immer wieder unter die Top 10 der Altersklassenranglisten zu schwimmen.  Ina Humburg gelang über ihre Paradedisziplin 800m Freistil dabei sogar der Sprung aufs Treppchen. Mit Platz 2 erkämpfte die 35-jähriger die erste Medaille und war auch sehr zufrieden mit ihrer Zeit, „so schnell war ich seit langem nicht mehr“, resümiert die Schwimmerin vom SCC 1892 und hält stolz ihre Medaille in den Händen. Für Dirk Brade gab es leider nur die Holzmedaille. Er verpaßte über die 200m Rücken das Treppchen nur ganz knapp, war aber trotzdem mit seiner Gesamtleistung zufrieden. Für ihn war es die erste Europameisterschaft und zeigte sich sehr zufrieden mit seinen Leistungen.


Der letzte Tag stand ganz im Zeichen der Freiwasserschwimmer.  Dort warteten ideale Bedingungen. 23°C Wassertemperatur, wenig Wellengang und eine perfekt abgesicherte Schwimmstrecke. 300 Athleten waren für das Openwaterevent gemeldet. Die 3 km im Schwarzen Meer galt es in einem lang gestreckten Viereckskurs zu bewältigen. Dabei erwies sich der Start als größtes Hindernis, denn der Kampf um die erste Boje war besonders hart, da nur wenig Platz war. Für Ulrike Bohring von Einheit Süd war es nach den Beckenwett-kämpfen der Höhepunkt der Veranstaltung, „Ich hatte mich den ganzen Sommer über bei teils bei sehr schlechten Witterungsbedingungen und geringen Wassertemperaturen zu den Freiwasserveranstaltungen gequält, um auch optimal für die EM vorbereitet zu sein. Jetzt hatten wir endlich perfekte Bedingungen und das Training sollte sich auszahlen.“  Mit einem dritten Platz und der Bronzemedaille konnte sie ihrer Teilnahme an den Europameisterschaften die Krone aufsetzen und so die zweite Medaille für die Chemnitzer mit nach Hause nehmen.  


Die Platzierungen im Einzelnen:

TSV Einheit Süd Chemnitz


Ulrike Bohring (AK35):    

200m Freistil 9. Platz,
400m Freistil 8. Platz,
200m Rücken 8. Platz,
100m Freistil 8. Platz,
200m Brust 5. Platz,
3km Freiwasser 3. Platz


Dirk Brade (AK25):    

200m Lagen 7. Platz,
50m Brust 7. Platz,
100m Brust 7. Platz,
200m Rücken 4. Platz,
200m Brust 5. Platz


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