Trainingslager Roßwein 2009
Am Donnerstagnachmittag, dem 9.4.2009, machten sich Andrew und Robert auf den Weg nach Roßwein, um dort am diesjährigen Trainingslager teilzunehmen. Robert, der mittlerweile schon zur Stammbesatzung des Trainingslagers gehört, wusste schon, was ihn erwartet. Andrew dagegen konnte nur wage Vermutungen aufgrund von Erzählungen anstellen. Als wir die etwas abseits gelegene Schule schließlich gefunden hatten, gab es erst eine kleine Einführung, was uns die nächsten drei Tage erwartet. Danach wurden die „Betten“ bezogen und die Sachen für die erste Wassereinheit gepackt. Nach zwei Stunden schwimmen und dem streng geordneten Heimweg durch das verkehrsarme Roßwein gab es endlich das heiß ersehnte Abendessen. Doch danach war der Tag noch lange nicht beendet. Nach einer kurzen Toilettenpause ging es mit einer Theorieeinheit weiter, in der wichtige (und für den Großteil unwichtige) Sachen der Wettkampfbestimmungen und die Funktion des Blutkreislaufes geklärt wurden. Anschließend ging es mit einer Athletikeinheit weiter, nach der wir dann endlich in unsere Schlaflager flüchten durften.
Der Freitag begann um 6:30 Uhr, für den Frühstücksdienst Andrew schon 6:00 Uhr. Für Robert und Andrew war bei der folgenden Wassereinheit die Stunde der Wahrheit gekommen: Sie durften nun ihre 800 Meter lagen schwimmen. Dabei schwamm Andrew, ohne seine letzten Kraftreserven anzuzapfen, die beste Zeit des diesjährigen Trainingslagers. Roberts Zeit reichte trotz vorheriger Krankheit immer noch für den dritten Rang. Gegen Ende des Trainings wurde Andrews Spitzenzeit allerdings von seiner Schulterverletzung überschattet, welche ihn jetzt an der uneingeschränkten Teilnahme am Training hindern sollte. Die Verletzung hinderte ihn allerdings nicht daran, bei dem noch vor dem Mittagessen stattfindenden Crosslauf die beste Zeit aufzustellen. Dieser war wie jedes Jahr sehr interessant gestaltet. Es war eine gute Mischung aus steilen Anstiegen, geraden Streckenabschnitten und leichtem Gefälle. Die fünf Stationen waren Schuhweitwurf, Stadt-Name-Land (allerdings mit Pflanze-Land-Nahrung), Puzzeln, singen (Laurenzia mit Kniebeuge) und Sit-Ups. Anschließend gab es Mittagessen, welchem ein Quiz folgte, bei dem dieses Jahr jeder einzeln befragt wurde. Es bestand aus einem Geruchstest und dem bestimmen von Pflanzen und Tieren. Die Wartezeit wurde mit einem ausgiebigen Sonnenbad überbrückt. Der Nachmittag bestand aus jeweils einer Wasser- und einer Athletikeinheit, wobei Andrew aufgrund seiner Verletzung größtenteils zum Co-Coach und Fotograph abkommandiert wurde. Nach einem ausgiebigen Abendessen ging es nochmals in die Schwimmhalle, wo noch ein bisschen locker geschwommen wurde. Wieder in der Schule angekommen, machten wir uns bettfertig und gingen nach ein paar Entspannungsübungen ins Bett.
Am Samstag wurde 5:30 geweckt. Nach dem Frühstück ging es gleich in die Schwimmhalle. Anschließend war eine zweistündige Athletikeinheit angesetzt, bei der es beim letzten Spiel einen Döner zu gewinnen gab. Dieser wurde von Andrew gewonnen und dann aber mit drei weiteren Leuten geteilt. Noch vor dem Mittag war die Siegerehrung für den Crosslauf und das Quiz, welche beide zusammen gewertet wurden. Dabei belegte Andrew den ersten und Robert den vierten Platz. Der Nachmittag wurde dann mit einem zweistündigen Spieleabschnitt, Kaffeetrinken und einer weiteren Trainingseinheit verbracht. Die Spiele mussten allerdings kurz unterbrochen werden, da ein Journalist der dortigen Regionalzeitung ein paar Bilder machen wollte. Von der Schwimmhalle ging es gleich nach Döbeln, wo noch einmal zwei Stunden Bowling gespielt wurde. Die beiden Chemnitzer liefen allerdings nicht zu Hochformen auf, was vielleicht auf das Verbot von Zielwasser zurückzuführen ist. Anschließend begaben wir uns dann auf den Weg zurück zur Schule, was als Nachtwanderung ausgeschriebnen war. Während dieser gab es dann auch etwas zu essen. Als wir dann kurz vor Mitternacht wieder an der Schule waren, gab es noch einen kleinen Snake und dann ging es ins Bett. Trotz sehr langem Kirchengeläute gab es keine großen Probleme mit dem Einschlafen.
Am Sonntag wurde das Trainingslager dann mit zwei Stunden schwimmen und dem befreienden Saunagang beendet. Während der Trainingseinheit versuchte Robert noch einmal, seine 800-Metar-Lagen-Zeit zu verbessern, was ihm aber nur geringfügig gelang (genauer gesagt um zwei Zehntel Sekunden). Nach dem zweistündigen Saunagang ging es dann wieder zurück in die Schule, wo noch ein paar Reste gegessen wurden. Danach wurden dann die Sachen gepackt. Als sich die bei den Vereinsvertreter verabschiedet hatten und ihre Chipkarten und Handys abgeholt hatten, machten sie sich auf den Heimweg. Damit endete ein anstrengendes, aber schönes Osterwochenende.
An dieser Stelle wollen sich die beiden Sportler noch einmal beim Roßweiner SV für die tolle Aufnahme bedanken, vor allem bei Liane, die dieses Trainingslager Jahr für Jahr mit viel geistiger und körperlicher Arbeit organisiert und durchführt. Wir haben uns sehr wohlgefühlt, neue Kontakte geknüpft und schon bestehende gefestigt. Dafür vielen Dank!!!
Ein Bericht von Robert Töpper