Danish International Swim Cup 2008

 

Danish International Swim Cup 02.-04.05.2008 

 

Egal ob der Sponsor nun Bilka oder eben neuerdings Vattenfall heißt, der Danish International Swim Cup besitzt einfach eine magische Anziehungskraft. Jeder möchte beim größten Kinder- und Jugendschwimmwettkampf Europas dabei sein. Aus unserem Verein schafften dies 2008 Christian, Martin, Kurt, Tim, Ruud, Juliane, Robert, Joshua, Eric, Max und Pia. Bereits zum elften Mal ging damit die Reise in die Stadt an der dänischen Nordseeküste, wo auch dieses Jahr alles geboten wurde: Ein unglücklicher Ausfall im Vorfeld, ein Fast-Weltrekord und eine sensationelle Medaille.

Obwohl wir erst in den frühen Morgenstunden am 1. Mai losfuhren, erreichte uns die erste negative Nachricht bereits einen Tag eher: Josefine, die zuletzt mit enormen Leistungssteigerungen auf sich aufmerksam gemacht hatte, konnte die Fahrt aufgrund einer Grippe nicht mit antreten. So startete die reduzierte Einheit zusammen mit den anderen Vereinen aus Chemnitz, Aue, Limbach, Freiberg, Plauen und Zwickau die zwölfstündige Busfahrt. Diese wurde natürlich größtenteils dafür genutzt, auszuschlafen und Energie für die anstrengenden nächsten Tage zu tanken.

Wir erreichten unseren Zielort bei sonnigem Wetter am Nachmittag und während einige wenige erst einmal die örtlichen Begebenheiten auskundschaften mussten, waren die meisten Anderen bereits mit den verplanten nächsten Stunden vertraut: Gepäck aus dem Bus in die Turnhalle transportieren, in der Turnhalle einrichten, Fußball spielen, Grillen, Sachen für den nächsten Tag packen und schließlich zeitig schlafen. Doch auch für die „alten Hasen“ bot der Donnerstag noch eine Überraschung: Erstmals übernachteten wir zusammen mit einem anderen Verein in der Turnhalle der Blabjerggardsskolen. Dies bedeutete zusätzliche organisatorische aber auch Platz-Probleme, sodass alle ein wenig zusammenrücken mussten.

Der Freitag begann wie auch die folgenden Tage fast noch in der Dunkelheit. Dreiviertel sechs wurde geweckt, damit die ersten bereits um sechs mit dem Bus fahren konnten. Das Frühstück wurde später dann in der jeweiligen Schwimmhalle eingenommen. Für die Teilnehmer der Einheit war dies das Svommestadion, wo auch abends die Finalläufe stattfanden. Durch die eindrucksvolle Stimmung, die vom Team Westsachsen ausging und auch durch das „schnelle“ Wasser, konnten viele bereits bei den ersten Starts ihre Bestzeiten deutlich verbessern. So stellte Christian über 100 Lagen einen neuen Vereinsrekord auf und verpasste nur knapp das Finale. Auch die Staffel über 4*50 Meter Freistil verfehlte mit Rang 9 nur um einen Hauch die Punkte, die es bis Platz 8 gab.

Abends gab es dann die große Eröffnungsshow mit der Light-and-Sound-Show, die vom Synchronschwimmteam Dänemarks umrahmt wurde. Und unter dem ohrenbetäubenden Jubel aller Jungs und Mädchen im grünen T-Shirt gab dann auch noch Martin beim Einmarsch als langjähriger Vertreter unseres Teams eine gute Figur ab. Während anschließend das Team Westsachsen die ersten Medaillen sammelte, gab es auch für die Einheit weiter zu feiern: Christian kam über 100 Meter Schmetterling- natürlich mit Vereinsrekord- ins Finale, wo er einen respektablen fünften Platz belegte.

Auch der zweite Tag begann erfolgreich. Joshua und Kurt zogen über 100 Meter Rücken ins Finale ein und Christian sammelte in seinem letzten Wettkampf für die Einheit weiterhin kräftig Punkte für die Teamwertung. Doch auch die anderen konnten stolz auf ihre Leistungen blicken, sie hatten die Nervosität des ersten Tages abgelegt und näherten sich Schritt für Schritt den Zeiten eines Chris Christensen. 

Der Tag der Abfahrt hatte es schließlich noch einmal in sich. Pia wurde krank, kämpfte sich aber tapfer noch durch ihre letzten Strecken. Kurt und Christian schwammen sich erneut ins Finale, wo der Adrenalinspiegel auf Rekordniveau stieg. Letzterer sorgte dann auch gleich noch für einen Paukenschlag: Über 200 Rücken schwamm er sensationell nahezu allen anderen davon und belegte am Ende einen überragenden zweiten Platz in der Offenen Wertung. Begünstigt wurde diese Platzierung natürlich dadurch, dass Robert letztendlich doch nicht zum Start zugelassen wurde. Mit seiner Zeit von 1:26 hätte er die Konkurrenz erblassen lassen und einen neuen Weltrekord vorgelegt. Doch zumindest konnten wir uns so die aufwendige Prozedur der Rekordanmeldung ersparen.

 

In der Teamwertung belegten wir in diesem Jahr hinter Dresden und den Gastgebern von Westswim leider nur den dritten Rang, doch trotzdem kann man auf diese Leistung natürlich stolz sein. Denn wir hatten einen Wettkampf hinter uns gebracht, der für viele wohl unvergesslich bleiben wird. Auch auf Ruud haben die drei Tage einen bleibenden Eindruck hinterlassen:

 

Ich war sehr aufgeregt und nervös, nicht nur vor den Starts, sondern auch in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag. Dieser Wettkampf ist ein riesiges Event. Der ganze Aufwand ist extrem und meiner Meinung nach mit einem unserer Wettkämpfe in Chemnitz gar nicht zu vergleichen. Wir hatten 3 wunderschöne, sonnige und warme Tage. Oftmals wirkte alles, wie ein Traum. Was ich auch nicht so schnell vergessen werde sind die „Ekstras“, die meist jeden Tag überfüllt waren und man sich hineindrängeln musste. Es gab jeden Tag Fisch, aber ich fand das gut, weil Fisch ja auch ziemlich gesund ist.  Allgemein fand ich das Essen sehr gut.Die Finals am Abend waren auch immer extrem spannend. Die Light- und Soundshow am ersten und letzten Tag gefielen mir sehr gut. Ich bekam richtig Gänsehaut. Ich glaube, so laut wie das Team Westsachsen hab ich noch nie jemanden in einer Halle gehört. Manchmal hatte man das Gefühl, wir verschlucken die Lautstärke der anderen Teams. So bald ein Finalteilnehmer vom Team Westsachsen kam wurde es extrem laut. Mit meinen Zeiten selber war ich zufrieden. Ich habe viele neue Bestzeiten und das freut mich. Das war ja auch mein Ziel. Aber bevor ich mich über meine Zeiten freuen konnte, musste ich logischerweise schwimmen. Ich war jedes Mal extrem aufgeregt. Aber ich glaube, das hat mir geholfen und Aufregung denke ich, braucht man. Ganz besonders freue ich mich über meine Schmetterlingszeit, die ich um ca. 2 Sekunden verbessern konnte. Es war traurig, dass Ingo nicht mehr dabei sein konnte. Ihm habe ich mit zu verdanken, dass ich überhaupt mitfahren konnte. Ich werde diesen großartigen Wettkampf niemals vergessen. Es war ein großer Traum von mir mitzufahren. Ich wollte einmal in meinen Leben nach Esbjerg, um an diesem Wettkampf teilzunehmen. Ich hoffe, dass ich auch noch einmal mitfahren kann. Am liebsten wäre ich dort geblieben und hätte diesen Wettkampf noch einmal begonnen. Ich möchte mich auch hier noch einmal bei denen bedanken, die mir durch ihre Spenden bei der Weihnachtsfeier verholfen haben, mitfahren zu können. Ich glaube, ich könnte noch viel mehr Eindrücke schreiben, aber ich denke das sind die Wichtigsten.

Insofern muss es natürlich 2009 unser Ziel sein, den Pokal wieder zurückzuholen, auch wenn er in Sachsen geblieben ist. Bis dahin sollten wir alle an unseren Anfeuerungsrufen arbeiten, damit diese nicht in Vergessenheit geraten.

Ich sage nur: West West....
 

Bericht erstellt von: Kurt Pflugbeil


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